Warum Streaming die Zukunft sein wird

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Was tausende Videotheken zerstört hat und in Millionen Haushalten mittlerweile zum normalen Alltag gehört wird in der Spieleindustrie verschrieen und als Ende des klassischen Gaming dargestellt. Wir haben uns das Ganze jahrelang angehört und sind schon immer daran interessiert gewesen wie diese Technik funktioniert und genutzt werden kann. Vor einiger Zeit haben wir für euch die Emtec Gembox getestet, eine Android Konsole auf der man den Game Streamingdienst von Gamefly nutzen konnte, bzw. gleich mit einem Abo für diesen ausgeliefert wurde.

Gamefly hat den Streamingservice mittlerweile eingestellt, aber es war uns durchaus möglich eine große Menge an PC Spielen direkt auf die winzige Androidkonsole zu streamen und das trotz einer Internetverbindung von im Schnitt maximal 9-10 Mbit/s. Klar lief da nichts auf UHD sondern maximal auf Full HD (1920×1080 Pixel Auflösung), aber dennoch konnte man die Spiele wie an einer heimischen Konsole spielen und wir hatten selten Probleme damit. Klar der Test stammt aus 2016 und ist damit schone twas älter, die Technik hat sich seitdem deutlich weiter entwickelt und auch die Internetabdeckung in Deutschland wird besser, zwar extrem schleppend, aber es tut sich was… irgendwann…

Playstation Now ist der derzeit einzige Dienst der wirklich ernsthaft ein direktes Gamestreaming bietet. Nun benötigt man aber für Playstation Now eine Sony Playstation oder einen Windows PC, mit einer X-Box One oder einem Android TV geht es leider nicht, warum auch immer nicht. Sony könnte sicherlich viel erreichen wenn eine Smart TV kompatible App existieren würde. Anfangs war Playstation Now sogar so gedacht aber Sony schränkte die Nutzung der Smart TV Apps auf eigene Geräte ein und zerstörte damit die Idee ein wenig.

Viele Gamer sehen Streamingdienste heute als das Ende des klassischen Gaming an, allerdings sehen wir das ein bisschen anders. Sony mag sicherlich nicht der Vorzeigeanbieter sein, nimmt man im Hause Sony doch teilweise mehr Geld für neue digitale Spiele, als Andere im Einzelhandel bezahlen, aber das muss ja nicht so bleiben und auch kein Beispiel für Drittanbieter bleiben.

Der französische Streamingdienst Shadow hingegen geht einen komplett anderen Einsatz und bietet gleich einen kompletten Computer als Streaminglösung. Die Nachfrage hier ist so groß das eine aktivierung des Zugangs im Moment schon bis zu einem Monat dauern kann. Dafür bekommt man im 12 Monats-Abo einen kompletten Gaming PC, inkl. Wartung für gerade einmal 29,90,- Euro im Monat. Natürlich sind das 360 Euro im Jahr aber warum sollte man einen eigenen PC kaufen. Geboten wird, zum Zeitpunkt des Artikels, ein Intel Xeon 8 Kern Prozessor mit Ge-Force GTX 1080 Grafikkarte, 12 GB Ram und 256 GB Festplattenplatz. Die Verbindung zum Rechner kann mit bis zu 1 GB/s betragen. Der mit Windows 10 Home ausgestattete Rechner würde Privatnutzer etwa 1500-1700 Euro kosten, je nachdem welche Hardware verbaut wird. Damit hätte man den Rechner erst nach mehr als 4 1/2 Jahren bezahlt. Bis dahin werden die Systeme mehrfache in Upgrade erfahren haben.

Der Vorteil des Shadow Rechners liegt auf der Hand, man benötigt lediglich einen Streaming Empfänger und eine Internetverbindung. Der Stream Empfänger kann jedes Windows, Linux oder Mac System sein, aber auch Android und IOS Systeme sind voll kompatibel. das bedeutet das man praktisch überall in der Lage ist seinen PC zu nutzen. Egal ob ihr jetzt eine Runde Anthem in Full HD am Handy spielen wollt oder am Fernseher Word nutzt um einen Brief zu schreiben, vielleicht wollt ihr aber auch am Tablet, in der Badewanne die Fotos vom letzten Urlaub bearbeiten? Egal die Shadow Rechner könnt ihr nutzen wie euren Heim PC. Mit der bald erscheinenden Shadow Ghost Box könnt ihr sogar 4K Grafik nutzen.

Was sich an dieser Stelle wie ein Werbeartikel von uns anfühlt ist tatsächlich keiner, ich persönlich mag einfach die Idee dahinter. 29,90,- im Monat hört sich viel an, aber dabei ist es bei weitem nicht so viel Geld, denn in dem Zeitraum, in dem ihr den PC bezahlt, also die von mir ausgerechneten 4,5 Jahre spart ihr ja auch noch eine Menge Strom, weil der Gaming PC ja nicht bei euch läuft. Bei 3 Stunden Betriebszeit des PC´s täglich, im Schnitt, spart ihr so nochmal 150-250 Euro an Stromkosten, die der PC benötigt hätte. Wir gehen an dieser Stelle nur vom eigentlichen PC aus, Monitor und oder Drucker, Controller, Tastatur und Maus sind nicht eingerechnet, wir gehen bei dieser Behauptung davon aus das ihr sowas trotzdem betreibt. Damit seid ihr praktisch eigentlich bei 160 Euro im Jahr für die Hardware, knapp mehr als 10 Euro Miete. Das halten wir durchaus für fair. Vor allem muss man hier erwähnen das ihr keinerlei Wartung bezahlt und auch Hardware Upgrades, die notwendig werden, durchgeführt werden.

Wir sind davon überzeugt das Shadow nicht der einzige Dienst bleiben wird der solche Lösungen anbieten wird, weil denkt mal drüber nach! WIe cool ist das eigentlich? Ihr zockt zuhause ein Game, stellt es auf Pause, aktiviert im Bus oder in der Bahn das Handy und zockt weiter, geht wieder auf Pasue und könnt dann am Zielort weiterzocken, egal ob auf dem Handy, dem Tablet, dem PC, dem Fernseher oder dem Laptop, vollkommen egal. Genauso wie ihr unterwegs immer Zugriff auf alle Daten habt die ihr auf eurem PC gespeichert habt, egal ob ihr am Handy schnell nachschauen wollt wie das Haushaltsbuch ausgesehen hat oder ihr Photoshop am Tablet nutzt, ihr braucht nur ein Darstellungsgerät. Irgendwie schon genial oder?

 
Selbst wenn euer Fernseher kein eigenes Smart TV System auf Android Basis hat, was leider immernoch sehr häufig vorkommt, Samsung, LG, Thomson und andere brauen da gerne ihr eigenes Süppchen, könnt ihr eine günstige Android Box nutzen die euch alles bietet was ihr braucht. Wir werden in kürze einen Mini PC auf Windows Basis zum Test erhalten und versuchen Shadow Cloud Gaming für euch darauf zu nutzen und auszuprobieren.

Aber eines steht definitiv fest, wir werden Game Streamingdienste bald so selbstverständlich nutzen wie wir heute schon Amazon Prime Video, Netflix und co nutzen. Alleine die immer größer werdenden Spiele die heute schon teilweise 60 GB und mehr als Downloadgröße haben sorgen dafür das wir irgendwann garnicht mehr drum herum kommen werden, denn die Internetverbindung wird schneller aber die Festplattengrößen und Rechnerpreise geben uns genug Gründe Cloudsysteme zu nutzen.

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