Call of Duty Modern Warfare 3 (PS5) Test

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Das Call of Duty Modern Warfare 3 erschienen ist, ist nun schon eine Weile her und ihr habt euch sicherlich gefragt warum ihr nichts von uns gehört habt. Modern Warfare 3 ist ein wenig untergegangen bei uns. Die Mail mit dem Spiel ist verschwunden und wir haben auch nicht weiter nachgefragt weil wir mit unserem Gamolution Adventskalender 2023 genug zu tun haben. Im Zuge der Tatsache das wir aber auch Preise von Activision Blizzard bekommen haben um euch glücklich zu machen habe ich dann einfach mal nachgefragt… und siehe da ich stieß auf Fragezeichen, wir hatten zum Release unser Reviewexemplar wohl zugeschickt bekommen. Warum die Mail dann nie bei uns angekommen ist ist mir zwar bis heute ein Rätsel aber wir lassen euch natürlich nicht ohne Review von unserer Seite aus in die Weihnachtszeit gehen!

Call of Duty Modern Warfare 3 setzt im Gulag an. Ein Gulag in dem Makarov gefangen gehalten wird, einer der schlimmsten Terroristen die wir jemals hinter Schloss und Riegel gebracht haben! Dieser flüchtet und richtet neues Chaos an. Unsere bekannte Gruppe aus Captain Price und der Taskforce 141 ist nun als einzigstes in der Lage die Apokalypse zu verhindern. Makarov versucht in der Zwischenzeit einen Krieg zwischen Russland und fiktiven arabischen Staaten anzuzetteln. Dabei hat das “neue MW3” mit dem Modern Warfare 3 von der Playstation 3, aus dem Jahr 2011 nichtmehr wirklich viel zu tun. Ob sich die Neuauflage allerdings lohnt lest ihr in unserem Test…

Das ist COD Modern Warfare 3

Natürlich haben wir hier einen Egoshooter vorliegen, der es vor allem in Sachen Blut und Kugelhagel ordentlich krachen lässt. Wir haben einen Kampagnenmodus und den umfangreichen Multiplayermode im Spiel integriert. Dieser verlinkt natürlich auch direkt auf das eigenständige “Warzone” aus der COD Reihe und bietet ebenfalls den beliebten und bekannten Zombiemodus wieder einmal an! Damit dürfte alles zusammen sein was man braucht.

Leider muss ich sagen das mir der Kampagnenmodus sehr gut gefallen hat. Wir treffen auf ausgeklügelte Level, verlaufen uns nicht, trotz komplexer Möglichkeiten und teilweise sehr großer Areale. Wir bekommen eine brauchbare Story, was ja nicht oft so ist. Zusätzlich haben wir eine breite Auswahl an Waffen und Vorgehensweisen wie wir viele Bereiche im Spiel “klären” können. Fair gelegte Speicherpunkte und eigentlich alles was Spieler glücklich machen sollte!

Leider gefällt mir der Kampagnenmodus wirklich gut, aber warum leider!? Nun ich hatte sehr viel Spaß mit dem Kampagnenmodus und war mal wieder beeindruckt wie gut das aussehen kann, aber 6 Stunden!? Ernsthaft? Ich gebe 80€ für ein Spiel aus das ich in 6 Stunden durchgezockt habe! Da bin ich leider mehr als enttäuscht von und ich muss dazu sagen ich bin kein Progamer, vor allem nicht in Shootern! Das bedeutet ich renne nicht wie Rambo durch die Level und übersehe alles, ich erkunde, laufe rum, schaue in jede Ecke und trotzdem bin ich mit viel Trödeln nach 6 Stunden durch gewesen. Das geht leider garnicht und sorgt sofort für 2 Punkte Abzug! Warum?

Vor allem die aufwändig gestalteten Kampagnen haben uns immer sehr gut gefallen, ob es nun Call of Duty war oder Battlefield, vor allem die Bad Company habe ich immer gefeiert. Aber wenn sich ein Publisher wie Activision schon hinsetzt und ein solche umfangreiches und aufwändiges Spiel herstellen lässt, vor allem mit einer solch genialen Optik, dann sollte das schon mehr können! Hinzu kommt das das Spiel ökologisch sehr gut programmiert ist, wir finden nämlich extrem viel recycltes Material. Der letzte Abschnitt der Kampagne in Verdansk zum Beispiel ist 1:1 kopiert und ich habe wirklich nicht viel COD gespielt in den letzten Jahren!

Warum ich ein schlechter Shooter Spieler bin

Ich liebe Egoshooter! Nicht wegen der Gewalt und dem Blut sondern einfach weil es ein Genre ist mit dem ich aufgewachsen bin und das man als Kind natürlich gefeiert hat alleine nur weil alle Erwachsenen dagegen waren. Es ist ein einfaches Prinzip und macht Laune! Hier muss es nicht ultrarealistisch sein, ich habe auch Plants vs. Zombies gefeiert, beide Teile (Teil 2 im Test), wenn auch den ersten mehr (hier im Test)! Auch Battlefield 2042 fand ich garnichtmal so unheimlich schlecht wie Alle gesagt haben, Fortnite fand ich auch ok, aber auch andere Spiele fand ich meistens immer spielbar.

Aktuell versuche ich mit einem Kollegen und ein paar Freunden zusammen PUBG zu spielen. Derzeit bereite ich mich noch vor und levele meinen Account ein wenig aber ich muss gestehen das ich so gut in dem Spiel bin das ich in den ersten 7 Matches bisher ganze 2 Kills erreicht habe und beide Male nur weil ich schneller eine Waffe hatte wie mein Gegenüber. Call of Duty Multiplayer kommt also für mich nicht in Frage, weshalb ich eigentlich das Spiel bereits jetzt wieder löschen kann.

Das liegt zum Einen natürlich an der massiven zahl an Spielen die ich im Jahr spiele um sie für euch zu testen, zum Anderen natürlich auch daran das ich älter werde. Ich war nie der Beste aber mit Brille und Vollzeitschichtjob lassen auch Reaktionszeit und Konzentration nach. Ich werde wohl nie wieder ein guter COD Spieler werden. Trotzdem habe ich das Ganze natürlich ausgiebig für euch getestet, zu meinem Leidwesen und der Freude Derjenigen die die Kills bekommen haben!

COD MW3 gefeiert, das war gut!

Während ich mir natürlich schon vor dem Test im klaren war das der Multiplayer mich fertigmachen und meine Nerven zerreißen würde, habe ich den Storymodus genossen. Eine prächtige Grafik, ein tolles Spiel mit Licht und Schatten! Eine Story der man folgen kann, die aber am Ende zu einem haufen Sch… wird. Sorry das muss ich an dieser Stelle leider so ausdrücken das Ende der Kampagne fühlt sich an als hätte Jemand gesagt: “So wir haben jetzt genug an er Kampagne gebastelt, bringt das bis morgen Zuende!”. Da war ich extrem enttäuscht, mir fehlen mindestens 3-4 Stunden zu einem vernünftigen Abschluss, aber bis dahin fand ich die Kampagne echt super.

Das Gameplay von Modern Warfare 3 ist natürlich wieder einwandfrei. ich bin kein pro Gamer der in COD tausende Stunden verbringen wird, aber das Waffenhandling fühlt sich gut an, die Waffen wirken realistisch und auch die Bewegung der Charaktere ist durchaus nachvollziehbar. Alles in Allem macht das Spiel einen sehr guten Eindruck und das ist auch gut so.

Das umfangreiche Hauptmenue verlinkt dabei nicht nur die aktuelle Kampagne sondern auch alle Multiplayer Modi die auch über MW3 alleine herausgehen. Ihr habt eine direkte Chance die älteren Modern Warfare Teile zu spielen und auch in Warzone könnt ihr hier direkt reinspringen. Das Hauptmenue umfasst sozusagen nicht nur ein Spiel sondern gleich die ganze Serie, was mir überraschend gut gefallen hat, auch wenn es erstmal unübersichtlich war.


…und darum ist es Mist

Ich bin der PR Agentur von Activision Blizzard an dieser Stelle absolut dankbar das man uns keinen Strick daraus gedreht hat das wir die Mail nicht bekommen haben. Ich bin auch überglücklich das ICH das Spiel nicht kaufen musste, nach dem Test sogar noch mehr. Was hätte ich mich in Grund und Boden geärgert wenn ich für diesen, bestenfalls als DLC tauglichen MW2 Nachfolger 80€ bezahlt hätte. Bei 30€ wäre ich sicherlich anderer Meinung aber 6 Stunden Spielzeit für einen Vollpreistitel ist zu wenig.

Auch die Multiplayergeschichten sind so stark recycled das selbst ich das bemerkt habe ohne mit Kollegen darüber sprechen zu müssen. Zwar gibt es wohl auch ein paar Neuerungen ud natürlich sind die meisten Karten nicht ohne Grund zeitlose klassiker aber MW3 ist quasi ein aufpoliertes DLC, mehr nicht.

Dennoch spielt sich MW3 2023 natürlich echt gut, das hat Activision schon drauf! Aber spätestens bei den manipulativen Echtgeldpraktiken hört es bei mir schon auf. Als “Noob” kann ich quasi den multiplayer komplett vergessen. Ein vernünftiges Matchmaking gibt es nicht! Nach den ersten 2 Matches die einen klaren Newbiebonus beinhalten wird schnell klar hier wird massiv auf den Geldbeutel geschaut. Ich habe keine Chance und bekomme immer wieder Kills mit Waffen die seltsamerweise gekauft werden können. Das mag ich nicht und das kann ich nicht unterstützen.

Fazit und Bewertung

Was sollt ihr machen? Diese Frage stellt ihr mir zurecht, aber auch ich frage mich an dieser Stelle was ich jetzt tun soll. Ich hatte viel Spaß und diese spielbare Actionfilmgeschichte gefällt mir unheimlich gut! Klar sind die Maps recycled, auch in der Kampagne aber sie sehen besser aus als jemals zuvor! Klar gibt es über 50 recyclete Waffen aber sind wir mal ehrlich, so groß ist der Waffenmarkt nun auch wieder nicht und natürlich müssen die Waffen auch zum Szenario passen. Also ein Amerikanischer Elitesoldat wird wohl kaum mit einer AK47 rumlaufen während es sehr unwahrscheinlich ist das ein russischer Terrorist plötzlich mit einer Desert Eagle rumballert. In diesem Sinne kann man den Entwicklern hier auch keine Vorwürfe machen.

Wo es für mich letztlich endet sind die Mikrotransaktionen, die ich persönlich unterstützen würde… (ja schlagt mich ruhig)… wenn sie “Mikro” wären. Wenn ich aber im Store 25€ für einen Skin hinlegen soll dann vergeht mir die Lust am Spiel. Während ich im Test zu Diablo 4 noch durchaus einverstanden war 10€ im Monat für den Battlepass und die damit verbundenen euen Storyinhalte hinzulegen sind mir 25€ für einen Skin zuviel!

Ein Matchmaking das mich dazu bringt Skins und Waffen zu kaufen, das Newbies mit schlechten Fähigkeiten niemals mit gleich schlechten Spielern zusammen würfelt, nein Danke! Ich bin wirklich enttäusch und sauer auf die Entwickler dieses Spieles. Zum Einen weil es so gut, aber so dermaßen kurz ist, zum Anderen weil es wieder einmal mehr auf Multiplayer fixiert ist und darauf möglichst schnell Geld zu bekommen. Ich würde hier gerne eine gute Wertung geben weil ich echt ein paar gute Stunden hatte aber alleine das Ende das komplett offen ist und eigentlich garkein echtes Ende ist hat mich so dermaßen geärgert, das ich hier maximal folgende Punktzahl vergeben kann

4 von 10 Punkte