Filmkritik: Bird Box – Die haben doch einen Vogel!

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Birdbox ist eine Netflix Eigenproduktion. Eigentlich habe ich mir Netflix nur aus diesem Grund zugelegt, weil sie eben tolle Eigenproduktionen haben, die hochwertige Filme bieten. Mit Sandra Bullock in der Hauptrolle ist der Endzeit Thriller sicherlich auch etwas für Fans anderer Formate. Gerade The Walking Dead Fans dürften sich hier sicherlich wohl fühlen. Ein Film der ein bisschen erschrecken kann, ein bisschen Horror verbreitet und dabei einen ganz neuen Ansatz verfolgt, eigentlich nicht schlecht!

Birdbox entführt uns in eine Welt die am Abgrund steht. Schnell stellt sich heraus das eine Katastrophe epischen Ausmaßes unterwegs ist. Menschen beginnen sich selbst zu töten. Die Handlung erinnert ein bisschen an Steven Kings “The Happening” und ist sicherlich zumindest davon “Inspiriert”. Eine seltsame Erscheinung tritt auf der Welt ins Rampenlicht durch die die Menschen mit ihren Urängsten dazu getrieben werden sich selbst zu töten. Einige rennen vor fahrende Autos, setzen sich in brennende hinein, springen von Dächern, rammen sich spitze Gegenstände in den Hals und vieles mehr. Für Kinder ist Birdbox klar ungeeignet.

Doch trotz dieser Tatsache läuft Hauptdarstellerin Sandra Bullock mit 2 davon durch die Gegend und versucht dem sicheren Tot zu entkommen. Die Namensgebende Birdbox haben sie als Warnung vor “Denen” mit dabei. Der “Die” sind weiß keiner so genau. Sie sind einfach aufgetaucht, haben scheinbar eine physische Gestalt, sind aber nicht sichtbar. “Sie” dringen in deinen Verstand ein und schon willst du nur noch die kalten Arme des Todes spüren und bist glücklich damit. Nur wenige können dem wiederstehen, und soviel sei gesagt: Unsere Protagonisten gehören gar nicht dazu.

Über die Schauspielerischen Fähigkeiten einer Schauspielerin wie Sandra Bullock braucht man im Prinzip nicht sprechen. Sie wäre sicherlich keine so bekannte und berühmte Darstellerin geworden wenn sie ncihts drauf hätte und so spielt sie auch ihre Rolle als Malory Hayes sehr gut. Als Mutter mit einer Bindungsstörung muss sie gar nicht so unbedingt als die Übermutti rüberkommen, allerdings ist das vielleicht noch schwieriger darzustellen.

Auch wenn die Kids in diesem Film eine wesentliche Rolle spielen ist ihre Schauspielerische Fähigkeit nebensächlich. Sie spielen ihre Rollen gut, keine Frage, aber sie wären auch als weniger gute Schauspieler durchaus klargekommen. Insgesamt treffen wir hier auf eine gute Handlung. Der Film überzeugt mit Spannung und einer, trotz relativ weniger Darsteller, guten Handlung. Sicherlich bräuchte es schon deutlich mehr um ein wirklich spannenden Drama darzustellen, aber dennoch ist Birdbox ein brauchbarer und unterhaltsamer Film.

Lediglich am Ende müssen wir ein wenig motzen, denn der Schluss des Films ist kaum überzeugend. Leider sind in letzter Zeit viele Fime, so auch IO aus dem Hause Netflix mit schlechten Enden versehen worden. Schade das man hier nicht ein bisschen mehr Zeit hat und den Film zu einem interessanteren Ende führt. Nicht immer sind solche Enden wirklich wünschenswert. Im Falle von IO zum Beispiel stellen wir uns die Frage was danach passieren soll, denn eigentlich ist alles offen geblieben. Birdbox ist da leider kaum besser. Der Film hat zwar ein Ende das man so stehen lassen könnte, aber auch hier müsste man einen zweiten hinterher hauen um die letzten Fragen noch zu klären.

Meine Meinung zu Netflix ändert sich allgemein langsam. Zwar bin ich total Fan der großen neuen Marvel Serien und mag auch das übrige Programm des Streamingsenders, aber wenn die Filme weiterhin so seltsame Enden bekommen bin ich sehr unzufrieden! Zu Birdbox allerdings: Ein guter Film, mit guter Handlung, teilweise sogar spannend, aber am Schluss verliert der Film an Konsistenz, ganz so als hätte man am Ende keine Ideen mehr gehabt.

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