Code Vein – Das bessere Dark Souls?

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Spielerisch erinnert Code Vein sehr stark an Dark Souls und ähnliche Titel, so können wir zum Beispiel nicht springen was mich persönlich immer wieder abnervt, das diese dritte Dimension im Spiel einfach nciht wirklich existieren will. Wir treffen auch auf viele Gebiete die uns Nerven kosten, wie zum Beispiel die weiße Festung oder die nebligen Höhlen, die beide wie eine Art undurchdringliches Labyrinth erscheinen und auch so ähnlich aufgebaut sind, ersteres schlimmer als zweites, aber das macht auch ein wenig den Reiz aus, ihr trefft auf viele Gegner die ordentlich Erfahrung abwerfen, ihr steigt, gerade zu beginn, sehr schnell auf was euch ein sehr gutes Gefühl gibt und motiviert. Es reicht teilweise aus bei großen Bossgegnern mal eben zwei bis drei Level aufzusteigen um leichter voran zu kommen. Wenn ihr lange genug grindet könnt ihr sogar klassisches Buttondashing betreiben und einfach drauf losprügeln. Hinzu kommt das ihr eine große Auswahl an möglich Strategieen habt. Die sogenannten Blut Codes, die Fähigkeiten der Wiedergänger könnt ihr adaptieren und für euch nutzen. Dadurch könnt ihr euch das Spiel so einstellen wie ihr es gerne haben wollt und wie ihr es spielen wollt. Ich selbst, spiele wie immer einen Tank, es sind aber durch Fähigkeiten, Ausrüstung und Waffenwahl viele verschiedene individuelle Stile möglich. Selbst mit Waffen die für euren aktuellen Spielstil nicht geeignet wären könnt ihr umgehen müsst nur bestimmt Defizite hinnehmen,. wie eine langsamere Bewegung, wegen zu viel Gewicht. Wenn ihr diese Waffen aber zum Beispiel bei einem Bossfight einsetzt und der Boss gerade bewegungslos in der Ecke hockt kann das durchaus eine gute Wahl sein. Hinzu kommen aber auch noch Effekte die die Waffen haben können, wie zum Beispiel Paralyse, Gift oder Feuern. Ihr bemerkt schon der Umfang ist recht groß und ihr könnt nicht nur euren Charakter stark individualisieren.

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Ich selbst habe meine Vampirella auch ständig neu eingekleidet (hier links im Bild). Die unterschiedlichen Szenerien in denen wir uns bewegen vermitteln oftmals den Eindruck einer offenen Spielwelt was aber natürlich nicht wirklich der Fall ist. Gerade bei Souslike Spielen wäre das ein No-Go. Was mich persönlich an der Spielwelt gestört hat waren die teilweise doch arg oft vorkommenden Wiederholungen. Gerade die weiße Festung oder diverse Herausforderungslevel wirken wie schonmal gesehen und bieten kaum Innovation. Ebenfalls sehr häufig kommen hier Clippingfehler vor. Es scheint als wäre das Grafikdesign einfach nicht wirklich darauf ausgelegt, so haben wir zum Beispiel (Im Trailer auf der ersten Seite deutlich zu erkennen) oftmals Haare die einfach in anderen Gegenständen verschwinden oder, wenn wir einen Charakter mit langen Haaren wählen, Haare die durch einen hinunterfahrenden Aufzug Senkrecht in die Höhe schießen als würde der Aufzug fallen und der Wind durch den Aufzug pfeifen.

Das sind alles Dinge die meiner Meinung nach absolut nicht sein sollten und ich weigere mich einfach zu stagnieren und in der heutigen Zeit zu sagen: Ja macht ja jeder so. Ich selbst habe mich lange genug mit Spieleprogrammierung beschäftigt um zu wissen das es nur ein paar Knopfdrücke wären um Collider zu aktivieren und physikeffekte in bestimmten Bereichen anzupassen. Es wäre vermutlich ein leichtes die Gravitation im Aufzug einfach hoch zu setzen, springen können wir ja eh nicht, so das die Haare einer langhaarigen Person nicht senkrecht in die Luft fliegen, trotz der Tatsache das die Physik das gerade versucht. Schade das es immernoch solche Unzulänglichkeiten gibt, weil das beweist für mich und ich weiß ich meckere gerade auf sehr hohem Niveau, das entweder die Beta Tests nicht ausreichend waren oder einfach einige Leute mit viel zu wenig liebe zum Detail gearbeitet haben.

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Dennoch ist mir natürlich auch bewusst wieviel arbeit hinter einem solchen Spiel steckt, vor allem wenn alleine die Story betrachtet die auch nicht einfach mal eben so erdacht wird. Typisch ist diese Geschichte ja nicht. Die Tatsache allerdings das Code Vein zwar, in meinen Augen, Bockschwer ist, aber genau so schwer das es noch motivierend ist und dennoch extrem Anspruchsvoll, macht mich einfach glücklich. In der Regel übertreiben die Soulslike Titel es einfach mit dem Schwierigkeitsgrad und bei vielen Titeln bleibt mir eine optisch, wie erzählerisch hervorragende Story wie bei Sekiro, komplett verwehrt, weil ich das Spiel nicht beherrsche, Code Vein ist schwer genug um da einzuhacken aber leicht genug um es schaffen zu können, auch als Casual Gamer. Damit ist Code Vein für mich ein exeptionelles Einzelstück, das erste Soulslike das ich mag, das erste Soulslike das ich spielen kann und auch spielen will. Es mach mir tatsächlich Laune mich da durch zu beißen!

Lob an dieser Stelle an die Entwickler!

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