Kein simpler Port
Mit der „Mega Man Zero/ZX Legacy Collection“ hat Capcom nicht einfach nur die bereits bekannten Titel auf die aktuelle Konsolengeneration portiert, sondern auch zusätzliche Anpassungen vorgenommen. Neben einem komplett neuen Spielmodus, dem sogenannten Z Chaser-Modus, haben die Entwickler einen Anfängermodus sowie eine Speicherhilfe eingebaut. Der Z Chaser-Modus bietet euch eine Art Wettrennen, wo ihr alleine gegen einen Geist oder aber gegen einen Freund antretet, um ein Level schnellstmöglich abzuschließen. Anschließend könnt ihr eure Bestzeit in einem Weltrang aufstellen lassen und euch mit anderen Spielern aus aller Welt vergleichen zu können.
Da die Mega Man Titel vor allem für ihren hohen Schwierigkeitsgrad bekannt sind, ist es angenehm, dass Capcom hier einen Anfängermodus integriert hat. Somit wird jedem Spieler ermöglicht die spannenden Geschichte zu erleben, ohne frustrier aufgeben zu müssen. Vor allem Mega Man Zero 1 – 4 haben es in sich und brachten mich im normalen Schwierigkeitsgrad an den Rand der Verzweiflung. Mit dem Anfängermodus waren diese aber gar kein Problem mehr, da ihr hierdurch von Beginn an alle möglichen Upgrades zur Verfügung gestellt bekommt und ansonsten direkt tödliche Fallen, wie Schluchten oder Stacheln nur einen kleinen Lebensentzug zur Folge haben.
Eine weitere Annehmlichkeit ist die sogenannte Speicherhilfe, die ihr jederzeit zu- oder abschalten könnt. Hierdurch werden großzügig platzierte Checkpoints in den Leveln aktiviert. Da die Spielwelten der Mega Man Zero sowie ZX Titel in eine offene Richtung gestaltet sind, habt ihr nur an bestimmten Standorten die Möglichkeit euren Spielstand abzusichern. Somit verfügt euer Held nur über eine gewisse Anzahl an Leben. Verliert ihr während einer Mission alle Leben, heißt es zurück zum letzten Spielstand, doch mit den Checkpoints werdet ihr nicht gezwungen die Missionen komplett neu zu beginnen. Oft müsst ihr nur 1/3 des Levels neu bestreiten oder gar nur den Boss erneut bekämpfen. Dadurch gehören die meisten Frustmomente der Vergangenheit an.
Dank dem Anfängermodus und der Speicherhilfe wird es ab jedem Spieler möglich sein die spannende Geschichte erleben zu können. Zumal alle vier Mega Man Zero Teile Story technisch direkt miteinander verknüpft sind. Wer jedoch einzelne Teile überspringt, wird im Prolog jedes Spiels noch einmal eine kleine Zusammenfassung der Geschichte lesen können.
Wer die Mega Man Titel bereits kennt, der weiß, dass hier keine Grafikbombe serviert wird, dennoch hat es Capcom geschafft die Titel, dank deaktivierbarem Filter, verschönert auf den großen Bildschirm zu portieren. Insgesamt werden euch drei Filtervarianten geboten, wobei auch der Ursprungszustand des Originals wieder herbeigeführt werden kann. Dieser ist jedoch eher ungeeignet, da die Darstellung stark grobkörnig wird.
Als kleinen Anreiz trotz aller verfügbaren Spielhilfen eine Herausforderung anzugehen, ist in jedem Teil ein Rangsystem eingeführt, welches euch zwischen Rang F und S, je nach Abschneiden in Missionen bewertet. Ausschlaggebend für die Bewertung eures Ranges spielen mehrere Faktoren eine Rolle. So wird ermittelt wie viel Zeit ihr für den Abschluss der Mission benötigt habt, wie hoch der erlittene Schaden war oder ob ihr die sogenannten Cyberelfen zu Hilfe gerufen habt. Besonders die Cyberelfen können eine große Hilfe im Spiel sein, da sie euch zusätzlichen Feuerschutz geben oder euch heilen können, doch jeder Einsatz wird mit Punktabzug bestraft. Erst ab Mega Man Zero 3 wurde das System überarbeitet und wesentlich freundlicher umgestaltet.




Kommentar hinterlassen