Im Test – Outriders auf dem Prüfstand

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Die aktuelle Situation verlangt uns allen sehr viel ab und so ist es nicht verweunderlich das auch bei uns so manches mal der Haussegen schief hängt und wir vielleicht nicht alles schaffen was wir gerne schaffen würden. Das Review zu Outriders war eines dieser Dinge die nun leider deutlich mehr Zeit gebraucht haben als sie es sollten. Natürlich lassen wir euch aber nicht am langen Arm verhungern. Unser Outriders Review wird daher umso detaillierter und kann sich auf viele Erfahrungen aus dem Spiel stützen. Beginnen wir wie immer mit einem Trailer zum warm werden, für alle die das Spiel bisher weder gespielt haben, noch kennen…

In Outriders verschlägt es euch inkl. einem großen Teil der Menschheit auf einen neuen Planeten. Die letzte Hoffnung der Menschen, die kurz vor der Ausrottung stehen. Sie haben alles zurückgelassen, Freunde, Familie, Besitz, ihr Leben. Doch der Neuanfang auf einem idyllischen Planeten wird schnell zu einem Desaster denn bereits nach eurer Ankunft spielt sich hier schreckliches ab. EIne Anomalie breitet sich aus und verwandelt den kompletten Planeten in eine Killermaschine, doch nicht alles muss schlecht sein, denn der Planet verwandelt auch einige Menschen in Killermaschinen. Einige von uns drehen durch aber einige wenige werden stärker. Fähigkeiten, gottähnliche Fähigkeiten sorgen für tödliche Monster unter uns Menschen, gefürchtet, verehrt und die letzte Hoffnung gegen die Anomalie und die Schrecken die auf euch warten! Doch lohnt sich der Blick in ein Spiel das auf den ersten Blick aussieht als hätten wir schon hunderte davon gespielt? Ich habs für euch herausgefunden und Outriders auf X-Box Series X spielen dürfen. Die ausführliche Meinung hier….

 

Outriders angezockt – Die Geschichte beginnt

In Outriders spielt ihr einen Outrider, welch Überraschung. Das Wort Outrider steht im deutschen für einen Späher, Erkunder einen Pionier eben. Dieser Aufgabe auf einem fremden und idyllischen Planeten gerecht zu werden sollte eigentlich ein Traum sein. Doch als die Anomalie losbricht zerfetzt es Buchstäblich eure Gene und ihr verwandelt euch in etwas Anderes. Das Problem ist das ihr von den Wissenschaftlern eures Teams auf Eis gelegt werden und erst ein paar Jahrzehnte später das Licht der Welt wieder erblicken dürft. Mitten in einen Konflikt der letzten Menschen hineingestolpert müsst ihr euren Weg finden. Es ist nicht einfach sich vorzustellen wie eine solche Geschichte in der Realität ausgesehen hätte, aber so in etwa stelle ich mir die besiedelung eines fremden Planeten durch Menschen der aktuellen Generation durchaus vor!

Die wenigen Ressourcen können kaum verteilt werden und die Menschen welche Übernatürliche Fähigkeiten bekommen haben geben den Rest zur Katastrophe. Inmitten dieser Katastrophe strandet ihr nun und dürft in bester Looter Shooter Manier durch eine wunderschön gestaltete Welt wandern um ein letztes ungeklärtes Signal ausfindig zu machen. Dabei ist alles zerstört was euch hätte helfen können. Keine einfache Aufgabe, die ein wenig an eine mischung aus zweitem Weltkrieg und Sci-Fi Setting erinnert.

Outriders – das erwartet euch

Die von mir gewählte Klasse ist der Pyromancer. Wenn ich die Wahl habe bin ich schon immer auf Feuerkraft gegangen, in jedem Spiel. Es bleibt euch aber auch die Wahl zwischen anderen Klassen. So bietet euch Outriders eine klassische Tank Klasse den Verwüster, eine Taktiker Klasse, den Technomanten, den Allrounder in Form des Pyromancers und eine Asassinenklasse, die ehr zum schleichen geeignet ist. Alle Klassen haben ihre Vor- und Nachteile, lediglich der Verwüster ist im Endgame alleine praktisch unbrauchbar. Im Spiel selbst erwartet euch ein recht brutal Bild der Zerstörung, viel Gewalt und viel Schießereien, aber auch die Ein oder Andere überraschende Geschichte, die wieder Licht ins dunkel bringt, denn die Menschheit ist noch nciht gänzlich Hoffnungslos und verloren.

Geboten wird euch ein besonders anpassbares Spielerlebnis denn Outrider ist zwar darauf ausgelegt im späteren Verlauf des Spieles möglichst in einer Truppe zu spielen, lässt aber auch eine modifikation des Schwierigkeitsgrades zu, so das ihr alleine spielen könnt. Ein Kollege eines anderen Magazins hat das ziemlich treffend beschrieben mit “Outriders weiß mich als Spieler und meine Zeit zu schätzen”, leider habe ich nicht mehr im Kopf wer das war und wo ich das gelesen hatte. Ich gehöre ja auch zu dem Schlag Menschen die zu den unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten online sind, die auch unter der Woche mal um 2 Uhr Nachts noch zocken. Als Schichtarbeiter ist es immer schwer Multiplayerspiele zu spielen und dennoch kann ich Outriders von Anfang bis zum Ende spielen. Selbst das Endgame ist für mich, zur Not, auch alleine zu bewältigen. Das schafft eine gute Atmosphäre.


Outriders -Licht und Schatten

Outriders bietet uns ein tolles Spielerlebnis das aber auch einige negative Punkte zu Tage fördert. In Screenshots wie oben denken wir zwangsweise sofort an Destiny, das mit nahezu dem gleichen Screenshot und ähnlichen Charakteren aufwarten konnte. Dazu kommt noch das Outriders anfangs mit schweren technischen Problemen zu kämpfen hatte und wir auch einiges an negativpunkten auf unserem Zettel stehen haben. Da wären Barrieren die hüfthoch oder kleiner sind, uns aber am weitergehen hindern. Offene Türen die wir nicht durchschreiten können, Probleme mit Zwischensequenzen in denen scheinbar plötzlich die Gravitation fehlt, teils sehr auffällige Clippingfehler, vor allem in Zwischensequenzen. Wir sind auf teilweise falsche und teilweise sogar komplett fehlende Übersetzungen getroffen (Seilbahn zur Antenne). Teilweise sinkt die Auflösung auf der X-Box Series X spürbar, sehr stark, vor allem in Zwischensequenzen, die teilweise auch viel zu dunkel sind. Dazu kommt das weitestgehend jedes Leveldesign nahezu komplett linear ist und wir kaum Möglichkeiten haben um eigene Entscheidungen zu treffen. Finden wir einen freien Bereich ist schonmal klar das gleich ein großer Kampf ansteht, ansonsten gäb es keinen Platz im Spiel.

Das sind zwar Alles keine Aus-Kriterien aber es sind Punkte bei denen ich mich immer wieder frage wie solche Dinge passieren können. Gerade die teilweise viel zu düsteren Zwischensequenzen. OK die können wir auf meinen TV schieben, der ist zwar nicht dran schuld, aber sehen wir es mal als Einstellungsfehler. Fehlende Übersetzungen sollten nicht vorkommen, nicht Jeder Spieler spricht Englisch, wenn auch die meisten. Letztlich sind aber alle Fehler typsiche Fehler, Fehler die wir auch aus anderen Spielen bereits zur genüge kennen und die sich immer wiederholen, leider. Aber alles kein Grund einem Spiel eine schlechte Wertung zu geben.

Anmerkung der Redaktion:

Abstürze, wie viele Spieler sie beschreiben, hatten wir auch, aber lediglich in einem verkraftbaren Maße, sprich maximal alle 2-4 Stunden im Schnitt.

Outriders – Testergebnis

Outriders ist ein Looter-Shooter, daher nicht neu. Das Setting ist auch nicht wirklich neu und wirkt an manchen Stellen etwas zu düster. Dennoch hat Outriders etwas wichtiges, das viele andere Spiele nicht haben, es scheint den Spieler wert zu schätzen. Dank eines anpassbaren Schwierigkeitsgrades sind alle Spielabschnitte, auch diejenigen die für mehrere Spieler vorgesehen sind, alleine schaffbar. Das Spiel hält mich nicht auf, indem es mich ständig alles wiederholen lässt. Schaffe ich einen Bossgegner mal nicht ist das nicht tragisch, das Weltlevel 2-3 Stufen runter gesetzt und schwupps ist der Boss kein Problem mehr. Das Loot wird dann zwar schlechter, aber wenn ich danach wieder hochstelle klappt es eigentlich ohne Probleme. Ich kann Outriders, trotz linearer Level, viel abgewinnen. Das Spiel ist optisch eine Augenweide und technische Probleme vom Launch sind mittlerweile größtenteils behoben.

Outriders macht nahezu nichts neu, außer vielleicht die konmsequent Effektvollen Fähigkeiten der Spieler. Dafür macht es vieles richtig und nahezu alles besser als Spiele wie Destiny, The Division und co. Ich fühle mich bei Outriders in einem Spiel das ich im oberen Durchschnitt einordnen würde, das mich aber durchaus weiterhin begeistert und dank der Rücksicht, die es auf mich nimmt und meine Verfassung, irgendwie willkommener als in vielen anderen Spielen. Outriders holt mich ab, lässt mich Spaß haben, auch wenn ich mal nur kurz Zeit für eine oder zwei Missionen habe und ich kann anschließend wieder gehen und später weiterspielen.

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Ich kann aber auch genauso ein Team zusammenstellen und mich einer größeren herausforderung stellen. Wie ich Outriders spiele, wie konzentriert ich bin und wann ich es spiele ist mir überlassen. Das macht Outriders für mich zu einem idealen Titel. Kaum ein Spiel hat mich in den letzten Monaten so abgeholt und dennoch muss ich technische Probleme berücksichtigen und unsere Kritikpunkte einbinden und komme so auf lediglich:

8 von 10 Punkte

… aber eine absolute kaufempfehlung meinerseits!

 

 

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