Perish (PC) – rougelite Horror aus der Hölle

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Als mich die Anfrage für ein Review zu diesem Spiel erreicht hat war ich Neugierig. Immerhin sehen die ersten Screenshots zu Perish interessant aus und Horror, Shooter, Rougelike passen ganz gut zusammen finde ich. Das Perish aber bereits anfang Februar 2023 erschienen ist habe ich wohl übersehen, ansonsten hätte ich mir die Frage gestellt warum ich noch nichts davon gehört hätte. Entwickler HandyGames (ja heißt wirklich so) hat mit Endling und Wreckfest aber durchaus schonmal was auf dem Kerbholz das uns hoffen lässt. Aber auch der Trailer macht eigentlich richtig Bock auf Perish…

Du bist tot… so fangen eigentlich viele gute Spiele an, aber statt in den Himmel zu kommen hängst du jetzt in einer Zwischenwelt fest, dem Purgatory (auf deutsch: Fegefeuer). Hier herrschen andere Regeln… kennen wir oder!? Wer jetzt glaubt den nächsten Dark Souls Klon an die Hand zu bekommen liegt falsch, Perish ist ein Rougelike Shooter aber ja, ein wenig erinnert uns das schon an den Dark Souls Stil. Perish macht den Eindruck einer Mischung aus Doom und Dark Souls zu sein. Wichtigster Punkt: Ihr spielt alleine und/oder im Coop mit bis zu 4 Mitspielern.

Das war wirklich gut

Der erste Eindruck und die Präsentation von Perish sind wirklich gut, machen Laune und vor allem Lust auf mehr. Mit moderaten Systemanforderungen wie einem i5, 8GB Ram und einer GTX 960 mit 2GB Ram oder einer R9 270X mit 2GB ist Perish sogar sehr genügsam. Mit 16 GB Installationsgröße auch kein Brocken. Das mag vor allem am Rougelike Gameplay liegen, das benötigt nicht so unheimlich viele Level und kein gewaltiges Design, da hier der Kampf im Vordergrund liegt.

trotz gleicher Arenen weiß Perish auf den erstern Blick zu begeistern indem vor allem die Aufgaben der verschiedenen Arenen unterschiedlich verteilt werden. Das bedeutet ihr könnt durchaus das gleiche Level mehrfach spielen ohne dabei immer das gleiche tun zu müssen. Auch bleibt euch die Entscheidung überlassen eure Goldmünzen, die ihr den Gegnerhorden abnehmt zu sichern und ein level zu beenden oder weiterzukämpfen bis zum bitteren Ende, das euch aber einen Teil eurer Einnahmen kosten kann.

Auf eurer Reise durch das Fegefeuer in Perish bekommt ihr es mit einer Vielzahl an Gegnern zu tun. Darunter auch Ikonische Gegner aus der griechischen, römischen und sogar Christlichen Mythologie, die ihr im späteren Verlauf des Spieles plattieren müsst. Dazu stehen euch bis zu 10 verschiedene Waffen zur Verfügung, darunter Schwerter, Bögen, Speere und Schusswaffen. Für den Co-Op Modus gibt es angepasste Loadouts die euch helfen besser im Team zu arbeiten.

Was Perish uncool macht

Perish bringt eine tolle Optik mit, die sich sehen lassen kann und auch wenn das Design einiger der Arenen eher fragwürdig ist so sehen auch diese wirklich toll aus. Leider verliert Perish auf so einigen Ebenen an Halt, denn die Fangemeinde ist nicht sonderlich groß. So kommt es in der Regel nur selten zu passenden Matches die man im Co-Op spielen könnte und wenn sind es oftmals feste Spielergruppen die Einen Mitspieler bereits vor Rundenstart aus der Gruppe werfen. Das kann aber lediglich eine Momentaufnahme sein und fällt aus diesem Grund nur wenig ins Gewicht, dennoch sollte ein Co-Op Titel nach einem halben Jahr besser dastehen.

Leider ist auch das Spawnverhalten von Gegnern teilweise echt fragwürdig. Ihr hört die Gegner seht sie aber nicht, so spawnen Feinde fast ständig außerhalb eurer Sicht und sorgen so für ein unheimlich hektisches Spielgeschehen das hätte Anders sein können. Nicht das ich Shooter nicht mögen würde die schnell und zackig sind, wie Doom zum Beispiel, jedoch fühle ich mich in Perish an einigen Stellen einfach dank Leveldesign und K.I. sowie dem Spawnverhalten einfach zu stark benachteiligt.

Die Morbide Horrorstimmung des Fegefeuers wirkt durchaus gut gemacht, Performanceprobleme kennen wir nicht und unseren Monitor konnten wir im Test voll ausreizen. Das passiert nichtmehr allzu oft in den letzten Wochen und Monaten. Dennoch will uns Perish nur bedingt abholen. Das Gameplay ist an sich genau das was beschrieben wird, jedoch spielt es sich nicht gut. Alleine hat man nur bedingt eine Chance weiterzukommen und Mehrspielerpartien kommen nur selten zusammen, die Community ist nahezu tot. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung waren laut SteamDB 2 Spieler online und das 24h hoch lag bei 5 Spielern. Selbst für einen Mittelmäßigen Titel mit schlechten Kritiken ist das zu wenig!

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Fazit und Bewertung

Grundlegend mag ich Perish. Das Spiel sieht gut aus, hat eine gute Idee und das Rougelike Gameplay gefällt mir. Insgesamt würde ich dem Spiel gerne eine bessere Note geben aber leider bräuchte das Spiel eine Menge Politur um glänzen zu können. Eigentlich ist Perish ein super Spiel aber Eigentlich ist leider kein Wort das uns weiterhilft denn Perish wird nicht gespielt. Da hilft auch der günstige Einstiegspreis von weniger als 20€ nicht weiter. Bisher wurde das Spiel maximal von 491 Spielern gleichzeitig gespielt, das war zum Release. Innerhalb einer Woche sanken die Zahlen unter 50 Tägliche Spieler und bewegen sich mittlerweile konstant unter 10.

Ich würde euch das Spiel gerne ans Herz legen, es hat mir durchaus Freude bereitet aber wozu soll ich das tun? Perish ist tot und das wird es vermutlich auch bleiben. Auch wenn das Spiel eigentlich durchschnittlich ist und eine gute Grafik bietet will es keiner spielen was quasi das Ende eines Co-Op Spieles ist. Wenn ihr Freunde habt die mit euch spielen wollen schaut in den FSK 18 Titel gerne mal rein aber so kann ich leider weder eine gute Wertung noch eine Empfehlung aussprechen. Ich vergebe:

6 von 10 Punkte

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