Tales of Arise – wirklich reifer und Erwachsener?

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Mit Tales of Arise bringt Bandai Namco nach 25 Jahren nun einen Neuanfang zum Jubiläum. Mit Tales of Arise soll die bekannte und beliebte Action RPG Reihe deutlich Erwachsener werden. Das Spiel soll eine neue Ära für die “Tales of”-Reihe einläuten. Mit einer düsteren und schweren Geschichte beginnt das Spiel auf jeden Fall schon einmal deutlich härter als andere Titel der “Tales of”-Reihe. Ob das aber gut ist müssen wir erst für euch herausfinden. Beginnen wir aber wie immer mit dem Trailer zum Spiel, der durchaus Sehenswert ist. Keine Angst falls ihr noch Bock habt das Spiel zu spielen, dieses Review wird soweit Spoilerfrei, Kleinigkeiten müssen wir natürlich erwähnen weil sie dazu gehören aber wir machen euch nicht den Spielspaß kaputt, das ist mir persönlich wichtig”

Dahna ist eine schöne Welt, die Menschen leben hier eigentlich in einer idyllischen Welt und alles wäre gut. Sie glauben das wenn ein Mensch stirbt seine Seele auffährt nach Rena, ihrem Nachbarplaneten. Doch eines Tages stellt sich heraus das das ein Irrglaube ist, denn die Renäer mobilisieren ihre intergalaktische Streitmacht und fallen mit einer brutalen technischen Überlegenheit in Dahna ein, übernehmen und versklaven den gesamten Planeten. Dieser wird in Besatzungszonen aufgeteilt und ausgebeutet bis aufs Blut. Doch der Widerstand ist nicht gestorben. Er nährt sich im verborgenen und natürlich übernehmt ihr eine wichtige Rolle denn ihr startet mit einer Eisenmaske im Gesicht, das ist auch euer Name, denn an alles andere erinnert ihr euch nicht mehr wer ihr seid. Das Einzige was ihr wisst ist das ihr keine Schmerzen, keine Hitze und keine Kälte spürt. Aus diesem Grund nimmt unser Protagonist auch sehr oft die Leiden seiner Mitgefangenen auf sich.

Tales of Arise – hält es was es verspricht?

Das gesamte Spiel wirkt dank einer realistischeren Grafik und besseren Charaktermodellen deutlich Erwachsener. Das war auch angekündigt und ist angesichts der doch recht düsteren Geschichte auch durchaus notwendig. Zwar bemerkt man immernoch das die Reihe eigentlich auf Animecharaktere setzt was den Stil angeht, erinnert mittlerweile aber viel mehr an Final Fantasy denn an einen Anime. Zwar sind einige Zwischensequenzen bzw. Dialoge im Anime-/-Manga Stil gehalten, dennoch ist vor allem die Kulisse deutlich verbessert worden. Die Kämpfe laufen in Echtzeit und erinnern ein wenig an ein aufgebohrtes Final Fantasy 15 Kampfsystem.

Danke der, bereits vom weiten sichtbaren Feinde können wir uns immer passend aufstellen und auf Gegner einstellen. Zwar lauft ihr Gefahr anhand der malerischen Kulisse auch mal in die Gegner zu laufen, aber ihr müsst euch ja nicht so leicht ablenken lassen. Die Optik des Spieles ist genial, vor allem die Umgebungen sind wunderbar gemacht und mit einem malerischen Schader versehen. Die Unreal Engine macht hier einen guten Job und weist nur hin und wieder mal die Ein oder Andere Kleinigkeit an Problemen auf.

Im Großen und Ganzen kann man also sagen das Tales of Arise wirklich hält was es verspricht.

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Tales of Arise – Wie spielt sich das Spiel?

In Tales of Arise finden wir uns in einem Serientypischen Action J-RPG wieder. Die Kämpfe sind flott und in Echtzeit gehalten, die verschiedenen Gebiete sind weitläufig und verwinkelt, so wird auch euer innerer Erkunder schnell befriedigt. Ihr erfüllt eure Story Aufgaben, farmt Materialien um Ausrüstung zu craften, sucht Eulen als Sammelgegenstände und könnt im späteren Verlauf auch euren eigenen kleinen Baurnhof führen. Die Nebenaufgaben sind dabei sehr gut in die Hauptstory integriert und können an sich auch begeistern.

Zeit technisch dürft ihr hier, je nach eurem Spielstil, mehrere Dutzend Spielstunden einrechnen. Das ist durchaus ordentlich aber nicht untypisch für einen Titel der Serie. Eure Verbündeten nehmen hier einen großen Teil der Geschichte ein, denn auch außerhalb der Kämpfe können ihre Fähigkeiten wertvoll sein.

Die Kämpfe im Spiel sind sehr dynamisch gestaltet. Sie spielen sich nicht nur sehr gut sondern können auch durch viele Details vereinbart werden. Zum Beispiel durch eure individuellen Fähgkeiten. Für die Charakterentwicklung steht euch nicht nur für euren Charakter sondern auch für eure Begleiter eine ausführliche Fähigkeitenmatrix zur verfügung. Was allerdings leider dabei außen vor bleibt ist das kooperative spielen. Tales of Arise ist und bleibt ein Singleplayerspiel.

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Tales of Arise – die Versionen im Überblick

Wir durften Tales of Arise auf dem PC testen. Hier zeigt das Spiel eine ordentliche Performance, aber so einige Möglichkeiten fehlen uns. Wir können zum Beispiel das Sichtfeld nicht verstellen und auch das Seitenverhältniss ist auf 16:9 fixiert, was natürlich Nutzer von Monitoren mit Übergröße außen vor lässt. Auch fehlt, unverständlicherweise, die HDR Option am PC komplett. Die Zwischensequenzen sind bei 30 bzw. 60 fps gelockt, im Spiel selbst könnt ihr aber das Lock selbst bestimmen oder komplett abschalten. Hier sind Optionen bis 144Hz drin.

Die PS4/X-Box One Versionen laufen ordentlich sind aber natürlich vor allem in Auflösung und Framerate begrenzt. Die Next-Gen Varianten laufen dagegen deutlich besser und flüssiger, bieten hier dann auch optisch mehr. Was allen Versionen gemein ist, ist die Tatsache das zwar alles vertont, viele Dialoge, die wichtig gewesen wären, aber nicht gesprochen werden. Eine deutsche lokalisierung erfolgt nur als Untertitel, wobei die Übersetzung durchaus in Ordnung ist. Im allgemeinen hebt sich Tales of Arise stark von der Serie ab auch wenn in allen Varianten und auf allen

Plattformen noch Luft nach oben ist.

Tales of Arise – kaufen oder besser nicht?

Die klate Jahreszeit steht vor der Türe und in den kommenden Wochen wird es rapide kälter werden. Während dann nur noch die ganz harten im Garten sitzen werden gute und vor allem unterhaltsame Spiele immer wichtiger. Tales of Arise ist hier auf jeden Fall ein Titel an dem man als RPG Fan nicht vorbei kommt. Zwar merkt man dem Spiel den Dragon Quest Stil noch ein wenig an, aber die Serie ist mit Tales of Arise endlich in der heutigen Zeit angekommen und kann technisch so einiges bieten. Spielerisch bekommen wir eine sehr gut durchdachte Story mit netten Nebenquests geboten, die durchaus ihre Existenzberechtigung haben.

Doch auch wenn man die Tales of Serie bisher schon gefeirt hat wird man mit Tales of Arise keinen vollkommen neuen Titel erleben. Arise macht vieles besser und ist deutlich malerischer, hübscher und Erwachsener geworden, nicht nur was das Setting angeht, aber den Grundfesten der Serie bleibt es treu. Das Kampfsystem wurde angepasst und verändert, so habt ihr jetzt zum Beispiel individuelle Magiepunkte, aber so weit von den Klassikern ist das Spiel nicht entfernt, so das Serienfans absolut nicht vor den Kopf gestoßen werden.

Ich liebe die großen und genialen Storys und bis auf kleinere Probleme zum Beispiel aufpoppende Charaktere, aufgrund zu geringer Sichtweite und nicht kompletter Sprachvertonung sowie fehlender akustischer lokalisierung, ist das Spiel verdammt gut geworden. Für eine 10 Punkte Wertung reicht es trotz allem nicht, da das Spiel verbesserungswürdig ist und auch etwas detaillierter hätte sein können, aber die Serie ist definitiv auf dem richtigen Weg! Die Wertung:

9 von 10 Punkte

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